Die Klanginstallation greift die Architektur des Franziskanerklosters (14.Jh.) und die des darin befindlichen Klostergartens auf. Knopfgroße, schwarze Piezo-Lautsprecher installiert an den Fensterbögen säumen den Umriss des Gartens und bilden punktuelle, optische wie akustische Markierungen. Zu hören sind rhythmische Folgen aus leisen Klickgeräuschen. Die repetitiven Impulse sind rein elektronisch erzeugt, erinnern jedoch an Geräusche von Insekten oder Vögeln. Musikalisch greifen sie formale Prinzipien der gotischen Gartengestaltung auf. Die zunächst einfachen akustischen Prozesse schaukeln sich über die Zeit hoch. Sich in verschiedene Richtungen bewegende Klangmuster sind zu hören, die sich nach und nach so überlagern, dass einzelne Richtungen nicht mehr unterscheidbar sind und orientierungslos anmuten. Die sich anhäufenden feinen Klickgeräusche mischen sich mit Geräuschen der Stadt und den Schritten der umherstreifenden Besucher:innen, bis sie eine akustische Dichte erreicht haben, die dann abrupt verstummt. Deutlich zu hören sind dann die umgebenden Geräusche: die Autos, die Menschen auf der Straße, die Zuhörer im Garten, die Vögel und Insekten. Nach einer kurzen Pause beginnen erneut einzelne Lautsprecher in einfachen Verhältnissen zu klicken und ein neuer akustischer Prozess folgt.
Technik: 33 Piezo-Lautsprecher, installiert in den Fensterbögen des Cloître des Rècollets, Kupferdraht (Kabel), Abspielgeräte. Ausstellung: Nuit Blanche – Metz, Frankreich, 2008




