7. Februar – 9. März 2026

»Entferntes Wasser« (Bonn, 2023) ist auf der Dokumentationsausstellung »urban sound art« im Beethoven-Haus Bonn zu sehen. Die ortsspezifische Klanginstallation für das Kurfürstliche Gärtnerhaus Bonn und seinen Innenhof setzt sich mit der Wasserknappheit in den wasserarmen Gebieten der Wüste auseinander und transferiert diese Thematik an den Aufführungsort in Bonn, um auf die dortigen Wasserverhältnisse aufmerksam zu machen. Das Werk im Innenraum basiert einerseits auf Feldaufnahmen, die während einer Expedition in die Atacama-Wüste in Chile gemacht wurden, sowie auf Forschungen von Prof. Dr. Dietmar Quandt. Diese stehen Vor-Ort-Tonaufnahmen vom Austritt des Endenicher Bachs , der heute verrohrt unter dem Kurfürstlichen Gärtnerhaus verläuft gegenüber. Technik: 56-Kanal-Audio-Installation, 56 tönende Gipsobjekte verteilt positioniert auf zwei großen Gitterkonstruktionen, 16 am Fensterglas installierte Piezo-Lautsprecher, 2 Transducer, bemooste Steine (Objet trouvé) vom Endenicher Bach. Einen anderen Blick auf das städtische Umfeld rund um das Gärtnerhaus und die klimatischen Bedingungen vor Ort eröffnet ein weiterer Teil der Klanginstallation im Außenbereich. 30 unter Pflanzenhauben gepflanzte Gräser aus dem städtischen Umfeld thematisieren die klimatischen Bedingungen vor Ort. Unter den Hauben entsteht ein Glashauseffekt, ein Mikroklima, das durch Sonneneinstrahlung und wechselnde Temperaturverhältnisse in Tonhöhe und Lautstärke hörbar wird. Technik: 30 Graspflänzchen gepflanzt unter 30 abgeschnittenen Plastikflaschen (Pflanzhauben), elektro-akustische Einheiten, 4 Beton-Pflanzkübel. Weitere Infos

Dank an Dr. Dietmar Quandt, Professor für Biodiversität der Pflanzen am Nees-Institut der Universität Bonn, Prof. Cristina Dorador, Universidad de Antofagasta und an den Internationalen Forschungsverbund CRC1211 (Earth – Evolution at the dry limit), das Stadtarchiv Bonn und das Künstlerforum Bonn / Susanne Grube. | Technischer Aufbau: Markus Oppenländer, Christian Hüsges

Ein Projekt der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn in Zusammenarbeit mit dem Beethoven-Haus Bonn.

Die Ausstellung »urban sound art« präsentiert anläßlich des Abschlusses von »soundforum — bonn hoeren« die finalen Projekte der achtzehn Stadtklangkünster:innen von 2010-2025 in der Stadt Bonn dokumentarisch mit Bildern, Texten und Videofilmen. Bonner Stadtklangkünstler:innen waren: 
Sam Auinger (AT/DE), Erwin Stache (DE), Andreas Oldörp (DE), Christina Kubisch (DE), Stefan Rummel (DE), Max Eastley (GB), Edwin van der Heide  (NL), Gordon Monahan (CA), Maia Urstad  (NO), Akio Suzuki (JP), Bill Fontana (US), Robin Minard (CA/DE), Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort  (DE), Miki Yui & Stefan Schneider (JP/DE), Raul Keller (EE), Nika Schmitt (LU).

Ort: Beethoven-Haus, Sonderausstellungsraum | 7.Februar – 9. März 2026 | Mi-Mo 10-18 Uhr |Bonngasse 22-24, 53111 Bonn | weitere Infos